Bericht: Demonstration „Solidarität mit den Hungerstreikenden in der Türkei“

Heute organisierte die „Stuttgarter Plattform Leben gegen Isolationshaft“ eine Demonstration, an der wir uns beteiligten. Hierbei solidarisierten wir uns mit den Hungerstreikenden in der Türkei. Damit wollten wir ein klares Zeichen gegen Erdogans Repression setzen und auch die Rolle Deutschlands thematisieren. Der Demonstrationszug startete mit 200 Menschen in der Lautenschlagerstraße und zog sich durch die Innenstadt.

Mit Transparenten, Fahnen und lautstarken Parolen zogen wir duch die Stadt – mehrere Reden thematisierten den Hungerstreik von Leyla Güven und den mittlerweile über 7000 GenossInnen und die Repression gegen die kurdische und türkische Linke hier in Deutschland.

Während der Demonstrationen versuchte die Polizei immer wieder die DemonstrantInnen abzufilmen und Parolen zu kriminalisieren. Auch wurde das Tragen von Atemmasken (Aufschrift: Hungerstrike), als Zeichen der Solidarität mit den Hungerstreikenden versucht zu verbieten. Durch ein solidarisches Zusammenstehen konnte das Abfilmen behindert werden. Über die komplette Strecke hinweg war es möglich, kriminalisierte Parolen zu rufen. Das alles reiht sich ein in die laufende Repression hier in Deutschland: Angriffe auf Demos wie in Karlsruhe, Fahnen- und Parolenverbote und eine Vielzahl von Verfahren gegen InternationalistInnen.

Hiervon lassen wir uns nicht beirren und werden weiterhin auf die Straße gehen, um uns solidarisch mit den Hungerstreikenden in der Türkei und auf der Welt zeigen.

 

Aus unserem Aufruf:

„Aufgrund der starken Repression verlagert sich der Widerstand in der Türkei immer mehr in die Gefängnisse. Die Gefangenen wehren sich dort gegen Misshandlungen, Isolation und Folter. Sie nutzen dafür das einzige Mittel das ihnen geblieben ist, ihren eigenen Körper. Seit dem 7. November 2018 ist die HDP Abgeordnete Leyla Güven im unbefristeten Hungerstreik und mehr als Tausend politische Gefangene haben sich ihr angeschlossen.

Gleichzeitig senden die Gefangenen ein Signal nach draußen: Widerstand ist möglich! Und dieses Signal sollte auch von uns gehört werden.. In der Türkei und auf der ganzen Welt solidarisieren sich Menschen mit den Hungerstreikenden. Diese Solidarität ist auch bitter nötig.. Die Situation der Hungerstreikenden verschlechtert sich täglich und wird immer lebensbedrohlicher. Die GenossInnen in der Türkei kämpfen wie wir für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung.“

Achtet auf Ankündigungen, informiert euer Umfeld und werdet aktiv!

Werbeanzeigen

Ein Gedanke zu „Bericht: Demonstration „Solidarität mit den Hungerstreikenden in der Türkei“

Kommentare sind geschlossen.