Bericht zur Kundgebung „Freiheit für die JournalistInnen in der Türkei“

Am Mittwoch, 13. Februar, haben wir anlässlich des zweiten Prozesstages von Adil Demirci eine Kundgebung auf dem Stuttgarter Rotebühlplatz veranstaltet.

Diese war Teil der bundesweiten Solidaritätsaktionen für Adil und alle gefangenen JournalistInnen in der Türkei. An der Kundgebung beteiligten sich bis zu 50 Menschen und in den Redebeiträgen und durch Parolen wurde unsere Solidarität deutlich.

Der „Solidaritätskreis für Adil Demirci“ klärte in seinem Grußwort über die Umstände auf, unter denen Adil festgenommen wurde und welche Vorwürfe ihm gemacht werden.

Auch Max Zirngast, der ebenfalls in der Türkei inhaftiert war, richtete solidarische Grüße an die Teilnehmerinnen.

Der Kreisverband der LINKE ging in ihrem Redebeitrag auf die Rolle Deutschlands ein. Um ihr Bündnis mit der Türkei nicht zu gefährden, gehe die BRD hier gegen die türkische und kurdische Linke vor, wie zum Beispiel gegen den Langen Marsch, der von der Polizei angegriffen und verboten worden ist.

Zuletzt verlas die Deutsche JournalistInnen Union eine Solidaritätserklärung mit Adil und allen anderen gefangenen JournalistInnen in der Türkei. Auch machte sie deutlich, dass die gefangenen JournalistInnen auch weiterhin mit unserer Solidarität rechnen können.

Ein symbolisches Gefängnis, mit Bildern der Inhaftierten Selahattin Demirtas, Figen Yüksedag, Leyla Güven und weiteren, sowie eine Wandzeitung und Rede machten auf weitere politische Gefangene in der Türkei aufmerksam. Diese sind dort inhaftiert, weil sie einen konkreten Widerstand zu Erdogans Präsidialdiktatur darstellen. Die HDP-Abgeordnete Leyla Güven ist mittlerweile seit knapp 100 Tagen im Todesfasten, um gegen Isolation und Folter in türkischen Knästen zu demonstrieren.

Morgen wir sich zeigen, ob Adil frei kommt oder nicht – für uns ist jedoch klar, dass die Solidarität mit der türkischen und kurdischen Linken in der Türkei weitergeht. Sie stehen für eine Alternative zu Erdogans Türkei, für eine bessere Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Als InternationalistInnen ist es unsere Aufgabe, die Rolle Deutschland zu enttarnen und diesen Kampf auch hier in Deutschland zu führen.

Hoch die internationale Solidarität!

Weitere Termine:

19. Februar, 19 Uhr Linkes Zentrum Lilo Herrmann: nächstes Treffen der Initiative – Kurdistan Solidarität Stuttgart

21. Februar, 19 Uhr Linkes Zentrum Lilo Herrmann: Café International „Die Türkei zwischen Repression und Widerstand“ mit Input zum Hungerstreik in den türkischen Knästen, Brief an politische Gefangene & Solischwarztee

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