Solidaritätsdemonstration: Wut zu Widerstand – Afrin verteidigen

Auch am heutigen Sonntag kamen in Stuttgart tausende Menschen zusammen, um gegen die Angriffe und den Einmarsch der türkischen Bodentruppen nach Afrin zu protestieren.

Das türkische Militär hat Afrin-Stadt mittlerweile fast umzingelt. Seit heute Morgen werden konstant Luftangriffe geflogen und auch am Boden liefern sich beide Seiten erbitterte Kämpfe. GenossInnen und FreundInnen aus den weiteren Kantonen Rojavas sind dort zur Hilfe gekommen.

Weltweit gehen derzeit Menschen zu spontanen Kundgebungen und Demonstrationen auf die Straßen. Auch in Stuttgart versammelten wir uns heute, wie schon am Abend zuvor um unsere Solidarität mit den KämpferInnen und der Bevölkerung in Afrin zu zeigen.

Die Cops in Stuttgart liefen wie gewohnt mit massiver Präsenz auf. Während sie sich gestern zurückhalten mussten, griffen die Stuttgarter Einheiten heute die Spontandemonstration gleich mehrfach mit Pfefferspray und Schlagstöcken an. Dabei kam es unter den Demonstrierenden zu heftigen Verletzungen an Augen und Atemwegen, Leute brachen zusammen oder kollabierten unter der Menge des Pfeffersprays, die aus nächster Nähe auf die Demonstration gerichtet wurde. Mindestens eine Person wurde festgenommen, was von lautstarkem Protest begleitet wurde. Weiterhin kam es in den Abendstunden vor dem kurdischen Verein zu Personalienfestellungen durch die Cops.

Die Polizei zeigt mit diesem Verhalten wieder einmal auf welche Seite sie sich stellt. Ihre politische Motivation ist es, die legitimen Proteste und Solidarisierungen zu kriminalisieren und klein zu halten. Die Angriffe auf unsere Demonstration heute, wie auch die Demonstrationsverbote in Köln und Hannover oder die Razzia im kurdischen Buchverlag Mezopotamien sind ein klares Zeichen dafür, auf wessen Seite die deutsche Regierung steht. Auf der Seite Erdogans und seiner dschihadistischen Milizen!

Doch wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir stehen auf der Seite derer, die in Rojava für, Selbstbestimmung, Frauenbefreiung, Frieden, Demokratie und Freiheit jenseits der kapitalistischen Ordnung kämpfen. Wir stehen auf der Seite der YPG/YPJ und ihrer Verbündeten! Gerade jetzt ist es wichtiger denn je unsere bedingungslose Solidarität und Protest zu formulieren und praktisch auf die Straße zu tragen. Achtet auf weitere Ankündigungen und schließt euch den Protesten an.

Biji Berxwedana Afrine!

Hoch die internationale Solidarität!

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