Kundgebung in Solidarität mit Afrin

Auch heute, am Donnerstag, dem 15.02., kamen wieder rund 30 Leute zu der Mahnwache und Kundgebung in Solidarität mit Afrin am Stuttgarter Schlossplatz. Mit Rede- und Filmbeiträgen, einer Bilderausstellung, Stellwänden und mehr als 500 Flyern wurden die PassantInnen auf die Situation in Rojava aufmerksam gemacht.

Gleichzeitig hat sich heute Angela Merkel mit dem türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim getroffen, um die Beziehung zwischen Deutschland und der Türkei zu pflegen:

„Gemeinsame Interessen“ gäbe es immerhin auch in „komplizierten“ Situationen, so Merkel. Gemeint ist mit „kompliziert“ der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der Türkei auf Afrin und damit einhergehend auch der Angriff auf die kurdische Befreigungsbewegung, die bisher als effektivste Kraft den IS erfolgreich bekämpft hat.

Ein weiterer Schritt, um die Beziehungen wieder zu verbessern, sei das Verbot kurdischer Demonstrationen in Deutschland – so Binali Yildirim. Beispiel dafür ist nun schon zum zweiten mal Köln.

Die Repression des deutschen Staates ist auch für uns in Stuttgart keine Neuigkeit:
Weil ein türkischer Faschist sich von unserem Protest beleidigt fühlte, griff die Polizei immer wieder in unsere Kundgebung ein. Damit machen sich die deutschen Polizisten zum Handlanger Erdogans.

Die deutsche Bundesregierung positioniert sich in diesem Krieg also ganz klar auf Seite Erdogans – auf Seiten eines Präsidialdiktators. Die eigenen wirtschaftlichen Interessen werden verfolgt, auch wenn es dafür Menschenleben kostet.

Um dem etwas entgegenzusetzen werden wir weiterhin auf die Straße gehen.

Gegen die deutsche Außenpolitik.

Gegen die Alleinherrschaft Erdogans

Und für die befreite Gesellschaft – Für Afrin und ganz Rojava!